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26.07.2010
Von: diri
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Die Kartause von Buxheim

Die Kartause von Buxheim, in der Nähe von Memmingen im Allgäu gelegen, ist ein ehemaliges Kloster der Kartäuser und heute eine Niederlassung der Salesianer Don Boscos. Es wurde um 1100 gegründet, kam dann später an die Kartäuser und wird seit 1947 von den Salesianern als Internat und Gymnasium genutzt.
Die Gebrüder Zimmermann gestalteten Teile der mittelalterlichen Klosteranlage im Stile des Barocks und Rokokos um.
Die Kartause von Buxheim ist mit den großartigen Kunstwerken wie St.Anna Kapelle, Klosterkirche, Chorgestühl und den vielen schönen Details ein Kleinod, das man unbedingt besuchen sollte.


Der Kreuzgang wurde ebenfalls von den Gebrüdern Zimmermann gestaltet und beeindruckt durch seine Weitläufigkeit und die Deckengestaltung.


Das Chorgestühl wurde von dem Tiroler Holzschnitzer Ignaz Waibl in den Jahren 1687 bis 1694 geschaffen und stellt eine großartige künstlerische Leistung von europäischem Rang dar.
Das Chorgestühl hat eine verwirrende Geschichte hinter sich: 1883 ließ es der damalige Besitzer der ehemaligen Kartause, Graf Hugo Philipp von Waldbott Bassenheim, wegen finanzieller Engpässe versteigern. Über Umwege kam es nach England, wo es schließlich in einem Frauenkloster aufgestellt wurde. Dem Zeitgeschmack entsprechend ließen es die Schwestern schwarz anstreichen. Als das Kloster geschlossen werden sollte, setzte sich die Oberin Cathleen Bush dafür ein, dass es an seinen Ursprungsort zurückkehrte.
Am 4. Dezember 1980 kam es nach Buxheim. Es folgte eine umfangreiche und teure Renovierung, Restaurierung und Entfernung der schwarzen Farbe. Schließlich konnte es 1994 in einer feierlichen Benediktion wieder in Dienst genommen werden.


Hier sind Details des Chorgestühls zu sehen und geben einen Eindruck von der hohen Schnitzkunst des Tiroler Meisters mit seinen Gesellen wieder.


Die St.Anna Kapelle wurde von den Gebrüdern Zimmermann geschaffen. Hier ist ein Detail zu sehen. Durch die lichte Schönheit dieser Kapelle wird sie gern als Raum für Trauungen genutzt und ist sicher ein sehr schöner Ort für diese Gelegenheit.


Das Mönchsleben war sehr spartanisch. Der Tagesablauf war streng geregelt, worauf unten noch eingegangen wird. Die Mönchszellen waren kleine Häuslein mit Schlaf-, Wohn- und Betraum. Das Essen wurde durch Holztüren in der Mauer hereingereicht, so dass die Mönche allein mit sich und Gott waren.
Hier ist der Schlafraum zu sehen.


Das ist eine Ansicht des Betstuhles in der Mönchszelle.


Zu den Mönchshäuslein gehörte ein schöner Garten, der von ihnen gepflegt wurde und die Verbundenheit mit der Natur ermöglichte.


Dies ist die Darstellung des Tagesablauf eines Mönches innerhalb von 24 Stunden. Es ist heute fast nicht mehr vorstellbar, dass der Schlaf immer wieder durch geistliche Übungen und Gebete unterbrochen wurde.
Ein Mönch war damals „rund um die Uhr“ beschäftigt und hat das alles schweigend ertragen.
Was für ein Leben, zu dem sich der Mönch freiwillig entschieden hat!









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Kommentare

 

 

2010-07-26 10:19:28
Von: gr
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Ich finde, dies ist ein wunderschöner Artikel, interessant, lehrreich, gut recherchiert, mit schönen Bildern. Herzlichen Dank!


2010-07-29 13:44:33
Von: vinci
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schön so ein kloster von innen zu sehen
ich schau mir gerne solch 'beiträge' wieder an ;)