Ein Fröschlein wollte auch mal übers Wasser flitzen, hatte aber leider keine Kumpels, die ihn ziehen konnten. Da überlegte er und stützte seinen Kopf in seine Platschhände, wie es wohl gehen könnte, dass er ohne fremde Hilfe übers Wasser sause.
Wie er so sinnend an seinem See saß, sah er plötzlich einen Kitesurfer auf dem Wasser hin und her flitzen.
(Für alle, die nicht an einem See wohnen und so etwas noch nicht gesehen haben: Ein Kitesurfer ist ein Mensch, der hinter einem großem Lenk-Drachen auf einem Brett von starkem Wind über die Wellen gezogen wird.)
Na, das war doch ein Fingerzeig vom Froschhimmel. Unser Fröschlein suchte sich am Ufer ein großes Blatt, formte es halbrund und band es an den Enden mit gedrehten Grashalmen zusammen. Das andere Ende band er sich um den schönen runden Froschbauch und freute sich, dass der jetzt auch mal zu was nütze war.
Dann trug er seinen „Naturdrachen“ ins Wasser. wartete eine Böe ab und stellte seine großen Platschfüße im richtigen Winkel gegen das Wasser. Ein Ruck, und drinnen lag er im See. "Fix luja, das muss doch gehen, ich hab´s doch gesehen", froschelte er. "Aller Anfang ist schwer, das ist doch klar und nur nicht aufgeben", sagte er trotzig. Und siehe da, schon nach einigen Versuchen hatte er den Bogen raus: er sauste durch die Wellen, dass das Wasser nur so spritzte und jauchzte vor Vergnügen, dass er es geschafft hatte, ein Kitefrosch zu werden und ohne fremde Hilfe auf dem See hin und her zu surfen.
Schauen Sie mal genau hin, wenn Sie an einem See spazieren gehen und Frösche im Wasser sitzen sehen: die warten alle nur auf die nächste Windböe, um zu einem rasanten Wellenritt zu starten.....
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