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18.09.2009
Von: gr
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Drama in deutschem Wald

Weil sie keine Sozialhilfe bekamen, überredete eine Stiefmutter ihren Mann, seine Kinder aus erster Ehe mitten im Wald auszusetzen, damit sie sie nicht mehr ernähren mussten. "Besser, die beiden verhungern als wir alle vier," soll sie gesagt haben. Sie mussten die grässliche Tat sogar zweimal ausführen, denn der Sohn fand beim ersten Mal den Weg zurück nach Hause.

Aber am nächsten Tag schafften sie es nicht mehr. Hungrig, durstig, voller Angst vor der Dunkelheit und den wilden Tieren irrten er und seine jüngere Schwester im Wald herum. Vergeblich...


Was weiter geschah:

Am nächsten Tag fanden sie eine kleine Hütte. Sie waren so hungrig, dass sie anfingen, Stücke vom Dach zu essen, ohne zu fragen, ob jemand zu Hause wäre. Aber da war eine alte Dame, die die Kinder sehr nett begrüsste und ihnen Pfannkuchen, Milch und Süssigkeiten anbot. Aber auf einmal nahm sie die Kinder als Geiseln. Sie sperrte den Jungen in einen engen Käfig, und das Mädchen musste ihr als Kindersklave zu Diensten sein. Die Hütte war so tief im Wald gelegen, dass niemand die Hilferufe der Kinder hören konnte.

Die alte Dame, ohne Zweifel komplett pervers, mästete den Jungen wie eine polnische Hafermastgans. Jedenfalls versuchte sie das. Jeden Tag musste der Junge einen Finger durch die Gittertür strecken, und sie fühlte, ob er endlich fett genug wäre, dass sie ihn schlachten und essen könnte. Aber der Junge war schlau: Er streckte statt seines Fingers einen abgenagten Knochen durch die Tür und täuschte damit die alte Dame, die nicht besonders gut sah. Aber irgendwann verlor sie die Geduld und beschloss, ihn zu braten, fett oder nicht. Sie befahl dem Mädchen, den Backofen anzuheizen und hineinzuklettern, um zu prüfen, ob der Ofen schon heiss genug war. Aber das Mädchen begriff, dass auch sie gebacken werden sollte. Daher stellte sie sich dumm und sagte, sie wüsste nicht, wie sie das machen sollte. Das ärgerte die alte Dame; sie machte es ihr vor, kroch halbwegs in den Ofen hinein - und in dem Moment schob das Mädchen die alte Frau ganz hinein und verriegelte die Ofentür. Sie ignorierte die Schreie der Frau, die gerade im Ofen bei lebendigem Leib verbrannte. Statt dessen befreite sie ihren Bruder aus dem Käfig.

In der Hütte fanden sie ein Vermögen in Form von Edelsteinen und Perlen. Sie nahmen mit, so viel sie tragen konnten. "Ich kann nicht sagen, wie wir nach Hause gefunden haben," sagte der Junge der Presse. "Ich bin nur froh, dass wir überlebt haben." Beide Kinder werden von einem Team von Psychologen betreut. Die Stiefmutter war inzwischen verhungert, und der Vater wird von der örtlichen Polizei verhört.



Natürlich haben Sie die Kinder erkannt. Der Name des Jungen ist Hänsel (was die Verkleinerungsform von 'Hans' ist - verschiedene Dialekte bilden die Verkleinerungsform durch das Suffix '-el', manche verwenden '-le' oder '-li', wie zum Beispiel in der Schweiz).

Aber das wollten Sie ja gar nicht wissen. Hänsel und Gretel ist eins von den Märchen, die die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sammelten und herausgaben. Es gibt zahllose Varianten der Geschichte. Und es gibt sogar eine Oper von Engelbert Humperdinck. Sie wurde erstmalig 1893 aufgeführt, und der Dirigent war niemand anderes als - Richard Strauss.

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