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18.11.2009 |
Mosaiksteinchen - in Südafrika unterwegs |
Wenn man ausgetretene Touristenpfade verlässt, Reiseführerberichte nur als Anregung versteht und selbst auf Entdeckungsreise geht, dann erschließt sich einem das Land anders. Die Schilderungen und Bilder als Mosaiksteinchen sollen dazu anregen, selbst interessante Erlebnisse zu suchen und Entdeckungen auf der Reise zu machen, die sich daheim wieder zu einem ganzen Mosaik zusammenfügen und eine schöne Erinnerung darstellen. ![]() Waldbrand in den Bergen von Franchhoek. Die Aufforstungen in den Bergen mit Monokulturen geben den Flammen reichlich Nahrung. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wenn der Qualm der Waldbrände die Sonne verdunkelt und man beim Autofahren tagsüber mit Licht fahren muss, um erkannt zu werden. ![]() In einem Hotel werden herrliche Koys in einem Freibassin gehalten. Die Tiere müssen einen enormen Wert haben und man kann sich an den Farben nicht satt sehen. Eine wirkliche Attraktion. ![]() So schön Südafrika auch ist, aber die Unterschiede zwischen Reich und Arm haben eben überall Auswirkungen. Kaum ein Grundstück, dass nicht von einer Security-Firma bewacht wird und überall ist Stacheldraht zum Schutz gegen Einbruch angebracht. Mir kommt der Spruch in den Sinn: „Derselbe Zaun, der dich vor anderen schützt, schließt dich selber ein“. Ja, so ist es auch hier, aber daran wird sich wahrscheinlich noch lange Zeit nichts zu ändern. ![]() Auf einem Parkplatz an der Straße warnt ein Schild vor Affen. Man soll am Auto Fenster und Türen schließen. So süß wie die Tiere mit ihrem niedlichen Nachwuchs scheinen: die Affen sind äußerst aggressiv, beißen und schlagen und räumen blitzschnell das Innere des Autos aus, wenn man nicht dem Hinweis folgt, sein Fahrzeug konsequent geschlossen zu halten. ![]() Auf einer Safari durch einen der Nationalparks führt der Fahrer und Ranger ein schussbereites Gewehr, im Auto befestigt, mit. Er erklärt, es noch nie benutzt zu haben, aber man wüsste ja nie. Als wir uns einem Löwenrudel, Geparden, Nashörnern und Elefanten in freier Wildbahn bis auf wenige Meter nähern, bin ich eigentlich froh, dass wir eine Waffe an Bord haben. Es macht die Begegnung mit den Tieren für mich sicherer. Ich weiß, das ist ziemlich albern, denn die Tiere interessieren sich überhaupt nicht für die Touristen, weil sie es gewohnt sind, täglich Besuch zu haben, und eigentlich nur ihre Ruhe haben wollen. Aber als doch mal ein Elefant in unsere Richtung trabt und näher kommt, fährt der Guide rückwärts und meint:" Die sind hier in ihrer guten Stube und haben das Hausrecht. Wir sind nur Gäste und haben uns anzupassen." Eine kluge Einstellung, die Konflikte vermeidet. ![]() Das Schild ist kein Witz und warnt vor Schneefall, obwohl wir in Südafrika sind. Es kommt hier tatsächlich manchmal zu heftigen Schneefällen im Valley of Desolation in der Nähe von Graaff-Reinet, so dass die Strasse gesperrt werden muss wie bei uns die Alpenpässe. ![]() Was gibt es schöneres, als morgens mit einem Ultraleicht-Flugdrachen in 300m Höhe über einem Wildtiergehege zu fliegen, das weite Land und die Tierherden im ersten Morgenlicht zu beobachten und sich wie ein König der Lüfte zu fühlen. Ein wahrhaft göttliches Gefühl und dringend zur Nachahmung empfohlen! ![]() Hier hat man früher einmal Gold geschürft. Das war 1860. Es gab einen richtigen Goldrausch. Die alten Stollen sind noch erhalten, sind aber teilweise voll Wasser. Man muss richtig auf die Suche gehen, um den jeweiligen Eingang zu finden, bis auf eine Goldmine, die zu Museumszwecken erhalten wurde. Die Natur hat sich bereits wieder ausgebreitet und die Pfade und Stolleneingänge liegen versteckt im Abseits. Ebenfalls erhalten ist noch ein Teil des historischen Maschinenparks zur Aufbereitung der geschürften Erze. Man hat die Erze zerkleinert, mit Quecksilber vermischt, daraus entstand Amalgam, und das hat man dann zu kleinen Nuggets weiter verarbeitet. Es war also nichts mit Zufallsfunden von großen Nuggets, sondern harte Arbeit. Nach 30 Jahren war Schluss und die Minen waren ausgebeutet. Daneben sind noch Reste des alten Dorfes zu sehen, in dem die Goldsucher gelebt haben. Der gut erhaltene Friedhof gibt mit seinen Grabsteinen Auskunft über das Lebensalter, das die Goldsucher und ihre Familienmitglieder erreicht haben. Erschütternd! Die katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Minen, die schnell zur Staublunge führten, und die Arbeit mit dem giftigen Quecksilber haben die Menschen schon in ganz jungen Jahren dahin gerafft. Sie hatten keine Chance, ein durchschnittliches Lebensalter zu erreichen und lebten nur in der trügerischen Hoffnung auf ein bisschen Wohlstand durch Gold. |
Kommentare
2012-01-20 14:47:07
Von: www.jwkitchens.co.uk
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Interesting, but still I would like to know more about it. Liked the article:DD








